Volle Pulle

Nachdem wir die letzten Jahre fleißig an unserem Körper gefeilt haben, war es an der Zeit uns einmal selbst zu prüfen. Aber wie ermittelt man nun am einfachsten seine aktuelle Power?

Die schnellste Variante ist vermutlich der Cooper-Test. Der Läufer rennt in 12 Minuten so schnell er kann – die zurückgelegte Strecke ist dann das Ergebnis – total einfach.

Wir sind ja eher keine Sprinter, was wir auch einige Monate später beim 5k-Lauf in Freiburg feststellen mussten. Ein Halbmarathon ist ebenfalls etwas ganz anderes, da läuft man gemütlich los und steigert sich zum Ende hin… wenn man noch kann. Bei so einer kurzen Strecke von 2,5 bis 3 km (zumindest liegen wir in diesem Bereich) ticken die Uhren allerdings etwas anders. Die Geschwindigkeit ist eine ganz andere und am Ende noch Zeit rauszuholen ist verdammt schwer.

Eigentlich unbewußt wählten wir hierfür den 1. April – im Nachhinein hätten wir es nötigenfalls als Scherz abstempeln können. Aber so schlecht waren wir gar nicht. Das Problem war nur die Streckenmessung. Wir messen unsere Läufe fast immer mit der Runtastic-App, aber diese GPS-Messung ist nicht absolut korrekt. Das stört uns grundsätzlich nicht, denn es sind meist nur geringe Abweichungen. Bei einem kurzen Lauf ist das mit einer genauen Strecke aber schon wichtiger, weil schon 100 Meter mehr oder weniger viel bedeuten. Alle, die schon einmal einen 12-Min-Lauf gerannt sind, werden das wohl auch bestätigen können.

Jetzt aber erstmal zu unserem Lauf: Zuerst haben wir uns etwa 3 km warmgelaufen. Danach holte Oli ein Fahrrad aus dem Schuppen und wir machten uns auf den Weg zum Startpunkt. Das Wetter war mit 9°C angenehm, auch wenn es auf bestimmten Streckenabschnitten recht windig war.
Ich startete als erster, dehnte mich vorher noch etwas und los ging’s – und zwar mit voller Kraft. So kam es, dass ich den ersten Kilometer mit 14,55 km/h gerannt bin. Das ist eine schöne Pace, jedoch war das für mich zu schnell. Ich versuchte die Speed zu halten, aber dann kam wie erwartet der Gegenwind. Der Blick auf die Pulsuhr war erschreckend. Da half es auch nicht, dass mich Oli von der Seite anbrüllte. Es ging einfach nicht schneller.

Und damit war der zweite Kilometer nur noch 13,19 km/h und der letzte Abschnitt mit 12,32 km/h viel zu langsam.

Oli war hier eindeutig besser. Seine Geschwindigkeit fiel zwar auch ab, aber bei weitem nicht so stark wie bei mir. Die „Dampflok“ zog den ersten Kilometer mit 13,46 km/h und den zweiten mit 13,11 km/h. Selbst beim letzten Abschnitt erreichte er noch eine Speed von 13,03 km/h.

Insgesamt sind die Ergebnisse recht akzeptabel: Oli erreichte 2,67 km und ich 2,72 km. Es lagen also nur 50 Meter zwischen uns.

Wir werden diesen Test mal wiederholen…

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