Kein Ultralauf 2015

Das Training geht weiter...Dieses Jahr lieber nicht… Eigentlich würde ich mich aktuell in der dreiwöchigen Erholungsphase des Trainingsplans für den Ultralauf befinden, aber wie ich es im ersten Bericht dazu schon erwähnte, würde ich diesen Lauf bei geringem Zweifel verschieben. Dieser Fall ist leider eingetreten.

Anfang Februar startete ich voller Vorfreude meinen wohl bisher schwersten Trainingsplan überhaupt: mein Plan für einen Ultralauf. Der Plan beinhaltete eigentlich nur eins: die Steigerung der Laufhärte, also Kilometer fressen.

Während ich außerhalb irgendwelcher Trainingspläne etwa 40-50 Kilometern in der Woche erreiche, setzt der Ultraplan genau dort an und innerhalb von 12 Wochen steigerte ich den Umfang auf über 70 Kilometer.
Der Plan sah in dieser ersten Phase vier Läufe in der Woche vor und setzte sich aus Fahrtspielen, Tempoeinheiten und langsamen Dauerläufen zusammen.
Die Aufbauphase hatte ich locker durchgezogen, auch wenn ich aufgrund des Freiburger Halbmarathons und des Schluchseelaufs nicht ganz genau den Plan befolgen konnte. Das war aber nicht so schlimm, denn wie erwähnt ging es hauptsächlich darum, viele Kilometer zu sammeln und ich erreichte zuletzt in einer Woche bereits über 80 Kilometer.

Im Anschluss daran sollte die Steigerungsphase zünden, die in fünf Wochen die Laufleistung auf maximal 145 Kilometer in der Woche gesteigert hätte. Ganz nebenbei erwähnt: Mein bisheriger Wochenrekord liegt bei 101 Kilometer (2. KW 2014).
Leider hatte mein Körper genau zu Beginn dieser wichtigsten Phase irgendwie keine Lust mehr und ich war gezwungen tatsächlich fünf Tage zu pausieren. Wenn ich solche Signale vom Körper erhalte, dann weiß auch ich, was zu tun ist: nämlich gar nix.
Wieso das genau zu diesem Zeitpunkt passiert ist, kann ich nicht sagen, aber vielleicht war es auch nur ein dezenter Hinweis, dass ich noch nicht bereit bin.

Folglich stand für mich recht schnell fest, dass ich diesen Wahnsinn in diesem Jahr nicht erleben werde. Ich bin natürlich schon ein wenig traurig darüber, denn ich bin die 80 Kilometer in Gedanken schon etliche Male durchgegangen und versuchte mir schon Strategien zurechtzubasteln. Ich habe mir die Strecke ausgedruckt, das Höhenprofil eingeprägt und war in Gedanken schon fast auf dem Rundkurs. Ich freute mich richtig darauf, die ganze Nacht hindurch zu laufen und diese Erfahrung aufzusaugen.
Bei solch einer Strecke möchte ich allerdings wenigstens gefühlt optimal vorbereitet sein und das wäre zeitlich einfach nicht mehr zu schaffen gewesen.

Tja, leider hat es somit dieses Jahr mit dem Ultralauf nicht geklappt und trotzdem nehme ich es nicht unbedingt als Niederlage wahr. Damit habe ich zumindest ein weiteres Jahr Zeit mich noch besser darauf vorzubereiten.
Wer weiß, wozu das gut war und ich kann mich nun voll und ganz auf die in diesem Jahr noch anstehenden Wettkämpfe vorbereiten.

Aktuell sind meine Laufeinheiten auf den Brockenlauf ausgerichtet. Vielleicht nehme ich vorher noch an dem ein oder anderen Berglauf teil, welche dann als Trainingseinheiten dienen werden.
Übrigens: Nach der fünftägigen Pause war ich schon wieder in meinen Laufschuhen unterwegs und ziehe seitdem wieder meine etwa 50 Kilometer in der Woche. 🙂

Sportliche Grüße
Alex

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