Marburger Nachtmarathon 2017

Meine Entscheidung, den Nachtmarathon in Marburg zu laufen erfolgte relativ spontan. Da ich lieber Nachmittags/Abends laufe, ein perfekter Lauf für mich. 🙂 

Ein spezielles Training hatte ich aber nicht durchgeführt. Ich wollte einfach meinen momentanen Leistungsstand abrufen und schauen, was dabei rauskommt. Als Ziel hatte ich mir vorgenommen, meine Bestzeit vom Dämmermarathon Mannheim zu verbessern und war optimistisch, das auch zu schaffen.
Ich hatte im Vorfeld schon einiges positives über den Marburger Nachtmarathon gehört und so freute ich mich richtig auf den Lauf.
Mit meiner Begleitung (danke Mama, du bist die Beste 😉 ging es Freitagnachmittag los nach Marburg. Im Unistadion herrsche schon fröhliches Treiben und es kamen aufgrund des guten Wetters noch etliche Läufer um sich nachzumelden.

Ich kam auch gleich mit einer netten Läuferin ins Gespräch, die mich auf die „tückischen Stellen“ des Laufes hinwies. Besonders warnte sie mich davor, zu schnell zu Starten, da die ersten 300m steil bergab gehen und auch noch über Kopfsteinpflaster.
Vom Unistadion zum Start ist ein Weg von 750m zurückzulegen, der einen zum hoch gelegenen Marktplatz führt. Von hier hat man eine super Aussicht über die Stadt.

Nach und nach strömten immer mehr Läufer heran und es wurde richtig voll auf dem Marktplatz. Da ich nicht zu weit hinten starten wollte, musste ich mich schon früh positionieren und konnte mich deshalb nicht mehr warmlaufen, was nicht so gut war.

Punkt 19 Uhr setzte sich dann das Läuferfeld, bestehend aus Marathon-Halbmarathon – und Staffelläufern in Bewegung und quetschte sich zunächst durch die schmalen Gassen. Später ging es auf breiten Strassen eine Runde durch Marburg und an der Lahn entlang. Nach 11km wurde der Hirsefeldsteg zum ersten mal passiert und nun ging es auf die Südschleife, die es für die Marathonläufer 3x zu durchlaufen galt. Hier lief man hauptsächlich auf Radwegen an der Lahn entlang und über Felder.

Mein Plan war, die gesamte Strecke möglichst gleichmäßig zu laufen. Ich war jedoch auf den ersten Kilometern recht flott unterwegs, sodass ich die HM Marke knapp nach 1:40 passierte. Sicherheitshalber machte ich etwas langsamer, denn ich hatte ja gerademal die Hälfte. Mein Magen fühlte sich nach einigen Gels und Isogetränken auch nicht gerade gut an und ich bekam etwas Bauchweh und leichte Übelkeit. Die 2te Südrunde, also bis ca. Kilometer 31, war deshalb etwas zäh.

Nachdem ich in die 3te Runde gestartet war und erfuhr, dass ich aktuell die 5te Frau bin, kam meine Motivation zurück. Nur noch gut 11 Kilometer und weniger als eine Stunde hatte ich vor mir. Ich beschleunigte nochmal und konnte auch tatsächlich 2 Frauen (und einige Männer) überholen, sodass ich nach 3:25,36 als 3. Gesamtfrau und 1. meiner Altersklasse ins Ziel kam. Ich war echt happy und zufrieden.

Bei der Siegerehrung bekam ich einen Pokal, einen Teller, einen Gutschein für Laufschuhe, eine Medaille und eine Urkunde, worüber ich mich sehr freute.

Insgesamt kann ich sagen, dass der 20. Marburger Nachtmarathon eine super gelungene Laufveranstaltung war. Besonders positiv fällt die gute Stimmung, die landschaftlich schöne Strecke und das Preis-Leistungsverhältnis auf. So kostet der Marathon zwischen 24-30 Euro, incl. Zeitmessung, Medaille und super Verpflegung mit Gels, Schwämmen etc. Ich kann den Lauf nur weiter empfehlen. Ich komme auf jeden Fall wieder… 🙂

Sabine

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