Langsamer, aber schneller!

AlexIn den letzten 12 Monaten habe ich wieder einiges über das Laufen dazugelernt, gerade was meinen eigenen Körper angeht. Der Spaß am Laufen ist gestiegen, vor allem weil ich einfach besser geworden bin. 🙂

Gleich zu Beginn kann ich erwähnen, dass ich es nicht wie in den Jahren zuvor geschafft habe, die Jahreskilometer des Vorjahres zu übertreffen. Ich liege hier mit knapp 150 Kilometern hinter dem Rekord aus 2014. Das wiederum ist jedoch kein Wunder, denn gerade in den Monaten September und Oktober erreichte ich je nur knapp über 100 Kilometer.
So hatte ich nach dem Brockenlauf eine Woche pausiert und auch davor kaum etwas gerissen und dazu hatte mich im Oktober eine länger anhaltende Erkältung erwischt, sodass ich – bis auf den ein oder anderen Wettkampf – fast gar nicht meine Laufschuhe schnürte. Ich hatte mich wirklich mal etwas geschont. 🙂
Trotzdem sind es im Durchschnitt wieder fast 200 Kilometer pro Monat geworden. Und auch wenn das vielleicht nach Außen so wirkt, als sei ich ein Kilometerfresser, dann kann ich dazu eigentlich nur eines sagen: Es macht mir einfach sehr viel Spaß in meinen Laufschuhen unterwegs zu sein!

Ich hatte im Verlauf des Jahres das Training etwas verändert. Im dem ein oder anderen Bericht hatte ich es schon leicht anklingen lassen: niedriger Puls und damit geringere Geschwindigkeit. So war ich insgesamt länger unterwegs, nämlich 258 Stunden. Letztes Jahr waren es 254 Stunden.

Warum ich das gemacht habe, möchte ich einmal kurz anreißen. Ich stellte fest, dass ich schneller bin, wenn ich langsamer trainiere. Das hört sich vielleicht komisch an, ist aber so. Es stimmt zwar, dass ich auch im Freizeitmodus mal schnell laufe, aber meistens bin ich im Training zu 80 % ganz weit unten mit der Geschwindigkeit.
Effektiv sollte das Training sein, wenn man schneller werden will, denn sonst pendelt man sich irgendwo ein und steht fest.

Mein Pulsdurchschnitt in 2014 lag bei 137, im Jahr 2015 nur noch bei 128. Die durchschnittliche Geschwindigkeit verringerte sich dadurch auf 9 km/h (0,8 km/h weniger als 2014).

Trotzdem konnte ich fast alle meine Bestzeiten knacken und genau das zeigt mir, dass ich im Training einfach besser unterwegs war. Zumindest denke ich das.

In den letzten zwei Monaten war ich insgesamt betrachtet so gemütlich unterwegs, dass ich völlig entspannt in das Jahr 2016 hineinlaufen kann. Was meine körperliche Belastung angeht, so befinde ich mich tatsächlich im absoluten Wohlfühlmodus. Das wird sich im nächsten Jahr auch nicht groß ändern, auch wenn ich wieder einige kleinere Anpassungen durchführen werde.

Polar-Erholungsstatus-AlexDieser Erholungsstatus zeigt meine Belastung im Monat Dezember. Ich könnte vielleicht noch erwähnen, dass ich die Wintermonate beinahe nur für die gemütliche Körperfettverbrennung nutze, was aufgrund der vielen leckeren Sachen speziell zur Weihnachtszeit bis ins neue Jahr hinein auch sehr vorteilhaft sein dürfte. 🙂

Das Jahr 2015 war zudem das wettkampfreichste Jahr seit Beginn meiner Läuferkarriere. Mit Ablauf des Jahres werden es 12 Wettkämpfe gewesen sein, acht davon am Limit.

Ich bin mal gespannt, wie gut ich das Training weiter optimieren kann um meine Ziele zu erreichen. Das wird auf jeden Fall ziemlich anstrengend, das ist sicher. 🙂
Denn es sollte jedem klar sein, dass man nicht nur gemütlich durch die Gegend schlendern kann, wenn man besser werden will. Da gehören eindeutig noch andere Trainingseinheiten dazu, die nicht so angenehm sind. Aber rein von der körperlichen Belastung her und dem subjektivem Gefühl zur Fitness stehe ich am Ende diesen Jahres sehr viel besser da als noch vor einem Jahr.

Fazit: Vielleicht nicht alles – aber vieles richtig gemacht! 🙂
Es geht weiter…

Sportliche Grüße
Alex

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2 Gedanken zu „Langsamer, aber schneller!

  1. Du schreibst: “ Ich stellte fest, dass ich schneller bin, wenn ich langsamer trainiere. Das hört sich vielleicht komisch an, ist aber so. …“.
    Das hört sich nicht komisch an. Das IST so und das kann man auch gut erklären. Falls das gewünscht ist, kann ich das gerne mal tun. Kostenlos, versteht sich 🙂

  2. Hallo Wolfgang,
    meine Äußerung, dass es sich komisch anhört, rührt daher, dass die meisten Läuferinnen und Läufer doch eher versuchen, auch oder gerade im Training oft auf Geschwindigkeit zu gehen, da man denkt, es bringt mehr. Ich möchte nicht sagen, dass es nichts bringt, zumindest bis zu einem gewissen Punkt.
    Es scheint so eine Kopfsache wie nach einem eingehaltenen Trainingsplan zu sein. Zumindest ging es mir auch mal so, dass ich mir die Frage stellte, ob das, was ich gemacht habe, tatsächlich reichen würde.
    Was das Angebot zu einer Erklärung angeht, freue ich mich darüber. 🙂
    Gruß
    Alex

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