Hochblauen-Berglauf 2015

Hochblauen BerglaufEin Berglauf ist meistens etwas härter als andere Läufe… Aufgrund des Brockenlaufs im September ist für mich klar, dass ich viele Höhenmeter sammeln muss um das gesetzte Ziel von 2:30 Std. (beim Brockenlauf) überhaupt erreichen zu können. Schon im letzten Jahr sah ich diesen Lauf und dachte mir: das ist genau das richtige Trainingsprogramm!

Kurz vor dem Anmeldeschluss setzte ich mich also in die Teilnehmerliste. Natürlich ahnte ich, was bei diesem Berg auf mich zukommen würde. Die Höhenmeter werden fies in den Beinen brennen, wenn ich es zu hart angehe. Aber ich wollte diesmal nicht meine letzten Energiereserven aufbrauchen, denn es sollte ja ein Trainingslauf werden.

Janine entschied sich erst einen Tag zuvor auch mitzulaufen, ihren ersten Berglauf, bei dem sie mal etwas Gas geben wollte. Martina von den Genussläufern entschied sich kurzfristig auch noch zur Teilnahme, sodass wir am Sonntag zu dritt nach Müllheim fuhren.

Die Nachmeldung dauerte nicht lange und bei der Startnummernausgabe gab es noch ein T-Shirt dazu. Das Schwimmbad konnte von allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern kostenfrei genutzt werden. Damit stand fest, dass wir nach dem Lauf noch ein wenig das Wasser genießen.

Hochblauen BerglaufDer Startschuss war um 10 Uhr und das Wetter mit gefühlten 25°C echt warm. Wie das bei Bergläufen mit vielen Höhenmetern so ist, nimmt die Temperatur nach oben hin ab. So war das auch hier, nur dass es scheinbar nicht so sehr viel kühler wurde. Das lag aber wohl auch daran, dass ich nach den ersten Kilometern schon komplett durchgeschwitzt war und es bis auf ein paar Hundert Meter durchgehend nur bergauf ging. Das war echt hart. Am besten waren die Schilder am Streckenrand, die jeweils im Abstand von einem Kilometer standen. Dort wurden die zu überwindenden Höhenmeter für den nächsten zu laufenden Kilometer angegeben. So stand z. B. beim siebten Kilometer, dass es noch 130 HM bis zum Achten sind. Als Nichtbergläufer kann man sich kaum vorstellen, was das heißt.

Hochblauen BerglaufFür mich war schnell klar, dass es eine Mischung aus Gehen und Laufen werden würde, als ich nach dem sechsten Kilometer die jeweiligen Höhendifferenzen zum nächsten Kilometer sah. Ich wollte ja nicht am Montag mit brutalem Muskelkater aus dem Bett fallen. Daher bin ich tatsächlich die letzten drei Kilometer fast nur gegangen. Aber selbst im Gehen konnte ich noch einige überholen die gelaufen sind.

Bei Janine sah das etwas anders aus, denn sie musste nur bei einem ganz kleinen Abschnitt gehen. Dieser Teil der Strecke war aber auch sehr steinig, quasi ein Trampelpfad der zudem noch ein wenig vom Regen ausgewaschen war. Nicht zu vergessen die Steigung, die dort wohl mit am schlimmsten war.

Hochblauen BerglaufDie letzten Meter der 10,5 Kilometer langen Strecke auf Asphalt waren angenehm und ich erreichte mit einer Zeit von 1:21:30 Std. das Ziel.
Janine lief mit einem Lachen und einer Zeit von 1:25:11 Std. ziemlich dicht hinter mir den Gipfel. Ehrlich gesagt hatte ich mit ihr gar nicht so schnell gerechnet.

Nach dem Lauf konnten wir uns mit Nüssen, Rosinen, Bananen, Müsliriegeln sowie leckeren Getränken wieder stärken. Eigentlich hatte ich vor dem Lauf den Gedanken, die gleiche Strecke wieder zurückzulaufen, nur leider ärgerte mich meine rechte Wade etwas, die wahrscheinlich beim letzten Intervalltraining etwas abbekommen hatte. Daher bin ich das Risiko dann doch nicht eingegangen.

Hochblauen BerglaufInsgesamt war es ein schönes Erlebnis, mit sehr hohem Puls und einer sehr langsamen Geschwindigkeit für einen 10k-Lauf. Mein Pulsdurchschnitt betrug jedoch nur 156 Schläge, sodass es für mich nicht ganz so schlimm war und ich bis jetzt von dem Lauf auch nichts merke. Da machen sich die ständigen Läufe über den Tuniberg schon bemerkbar, auch wenn ich es mit weit über 90 Kilogramm immer etwas schwerer haben werde 🙂

Die Aussicht von dort oben ist übrigens genial!

Hochblauen BerglaufHier noch ein paar offizielle Daten des Laufes:
Gipfel des Hochblauen: 1165 m ü.NN
Höhendifferenz Start-Ziel: 905 m
Strecke: 2 km Asphalt, der Rest auf Forst- und Wanderwegen

Mit dem Bus wurden wir dann zurück zum Schwimmbad gefahren, in dem wir noch einige Zeit verbrachten und es uns haben gut gehen lassen.

Sportliche Grüße
Alex

Hochblauen Berglauf

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Ein Gedanke zu „Hochblauen-Berglauf 2015

  1. Offensichtlich bin ich den Lauf zu lässig oder auch genau richtig angegangen, denn ich hatte tatsächlich keinen Muskelkater und bin einen Tag danach schon wieder durch den Wald gedüst 🙂
    EDIT vom 17.06.15: Nach dem 10km-Lauf am Dienstag Abend habe ich doch noch Muskelkater bekommen. Der ist diesmal aber ziemlich spät dran 🙂

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