Unser erster Marathon in Freiburg 2014

Wir haben es geschafft!Das war er nun: unser erster Marathon! Unsere letzten Berichte handelten hauptsĂ€chlich vom Training fĂŒr dieses Ereignis. Ihr konntet viel darĂŒber erfahren, wie wir uns teilweise platt gemacht haben und zunehmend immer nervöser wurden. Trotzdem hatten wir immer ein Lachen im Gesicht. So hatten wir uns auch zum Ziel gesetzt nicht nur den Marathon zu ĂŒberstehen, sondern außerdem noch mit einem Lachen ĂŒber die Ziellinie zu kommen.

Um das beides erreichen zu können, bedarf es einer ordentlichen Portion Disziplin, denn schnell kann man sich bei einem solchen Lauf auch ĂŒbernehmen. In der Badischen Zeitung konnten wir nach dem Lauf lesen, dass viele die Ziellinie gar nicht erreichten.

“Viele scheinen auf ihre innere Stimme gehört und auf Erschöpfung reagiert zu haben: Gut ein FĂŒnftel der gestarteten Marathonis lief nicht bis ins Ziel, den Halbmarathon haben zwölf Prozent der Teilnehmer unterwegs abgebrochen.” (Quelle: http://www.badische-zeitung.de/freiburg/freiburg-marathon-laufen-bis-der-notarzt-kommt–82911798.html)

Am Wettkampftag waren wir eigentlich beide ziemlich entspannt, diese Ruhe war mit der Aufregung vor einem Jahr beim Halbmarathon gar nicht zu vergleichen. Das lag wohl hauptsÀchlich daran, weil wir einfach gut vorbereitet waren und so lockerer ins Rennen starten konnten. Na ja, ein wenig nervös waren wir trotzdem.

Das Wetter war an diesem Tag unglaublich gut, obwohl der Wetterbericht einige Tage zuvor gar nicht so gut aussah. So hatten wir uns schon vor dem Start Gedanken ĂŒber die Zielzeit gemacht, denn bei 21°C und strahlender Sonne lĂ€uft es sich einfach etwas anders. Und so addieren wir zur angesetzten Zielzeiten zur Sicherheit einfach 20 Minuten drauf.

Der Marathon selbst war zumindest in der ersten Runde sehr angenehm, denn die “Rennbahn” war schön voll, ohne sich gegenseitig auf die FĂŒĂŸe zu treten. Angenehm waren auch die 41 Bands an der Strecke, von denen wir aber gefĂŒhlt nur sehr wenige bewusst erlebt haben. Die Verpflegung war, wie auch schon im letzten Jahr, vorbildlich und ausreichend vorhanden. Aufgrund des Wetters waren auch sehr viele Zuschauer an der Strecke, sodass man dauerhaft einem gewissen Boost ausgesetzt war. So macht Laufen einfach Spaß!

Als dann die erste Runde vorĂŒber war und die Masse der LĂ€uferinnen und LĂ€ufer ihren Lauf beenden konnten, begann fĂŒr die Marathonis die zweite Runde. Und ab jetzt wurde es hart. In Freiburg rennt man die Halbmarathonstrecke zweimal, was erstmal nicht so schlimm klingt. Wir wussten jedoch nicht, was uns auf der zweiten HĂ€lfte erwarten wĂŒrde.

Das LĂ€uferfeld wurde sehr ĂŒbersichtlich und manchmal fĂŒhlten wir uns sogar ziemlich einsam. Ab und zu konnte man ĂŒberholen, manchmal wurde man ĂŒberholt. Allerdings dĂŒsten vereinzelnd StaffellĂ€uferinnen und -lĂ€ufer ĂŒber die Strecke, teilweise auch ziemlich rĂŒcksichtslos. Auf bestimmten Streckenabschnitten kam es einem so vor, als ob das Rennen schon vorĂŒber war. Wo in der ersten Runde noch Zuschauer klatschten und wirklich fĂŒr gute Stimmung sorgten war davon in der zweiten Runde kaum noch etwas zu spĂŒren. Auch die Musik der Bands vermisste man oft oder es lag daran, dass man einfach Pech hatte und im Moment einer Pause an einer Band vorbei lief.
Hier machen wir den Zuschauern jedoch keinen Vorwurf, denn wenn die Masse der LĂ€uferinnen und LĂ€ufer das erste mal die Stadt passiert hat, dann könnte es fĂŒr den einen oder anderen danach vielleicht langweilig geworden sein, wenn nur noch vereinzelt jemand vorbeilĂ€uft.
Diese Tatsache bringt uns jedoch zu dem Entschluss, dass wir die Marathondistanz in Freiburg nicht mehr laufen werden, es sei denn, wir wĂŒrden mit einer ganzen Gruppe gemeinsam einen Start-Ziel-Lauf veranstalten.

Ein weiterer Punkt trĂ€gt auch noch dazu bei, den Marathon in Freiburg zukĂŒnftig zu meiden: Man hatte teilweise das GefĂŒhl, dass die Strecke bereits abgebaut wurde. Wie wir spĂ€ter erfahren haben, mussten einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer sogar einem Kehrwagen ausweichen! So kommen einige Dinge zusammen, die nicht unbedingt schön waren – schon gar nicht, weil das auch noch unser erster Marathon war!

Nachdem wir dann beide jeweils etwa 25 Minuten spĂ€ter als geplant ins Ziel gelaufen sind, war bereits kein alkoholfreies Weizen mehr vorhanden. Außerdem hatten wohl die Medaillenverteiler damit begonnen, die Marathonmedaille an HalbmarathonlĂ€uferinnen und -lĂ€ufer zu verteilen, sodass die spĂ€ter eintreffenden Marathonis gar keine Medaillen mehr bekamen. So ist es auch Oli passiert.

Nach dem Lauf stand irgendwann auf der Facebookseite des Freiburger Marathons, dass sie sich fĂŒr einige Dinge entschuldigen und auch die fehlenden Medaillen postalisch versenden werden. Na immerhin, trotzdem fragt man sich, wie sowas ĂŒberhaupt passieren konnte, wenn doch so viele Teilnehmerinnnen und Teilnehmer ihr Rennen abgebrochen haben. Es gab bzw. gibt viele Kommentare zu diesen Geschehnissen, einige waren wohl ziemlich enttĂ€uscht.

Trotz allem können wir zufrieden und glĂŒcklich auf diesen Lauf blicken! Wir haben unser Ziel mit den Zeiten von Oli 4:53:13 Std. und mir 3:56:25 Std. erreicht.
Wir haben alles richtig und uns auch nicht völlig kaputt gemacht, sodass wir im Zielbereich eigentlich noch ganz fit aussahen – und das sogar mit einem Grinsen im Gesicht!

NatĂŒrlich ging der Marathon nicht ganz spurlos an uns vorbei, denn es folgte ein dreitĂ€giger Oberschenkelmuskelschmerz. Sonst hatten wir jedoch keine Beschwerden, was nach 42 Kilometern wohl nicht immer selbstverstĂ€ndlich ist.

FĂŒr die vielen Bilder bedanken wir uns an dieser Stelle noch einmal bei unserer Fotografin Steffi, die uns vor und nach dem Wettkampf begleitete.

Ebenfalls bedanken wir uns auch bei allen, die uns an der Strecke angefeuert haben!

Und nach diesem schönen Tag gab es zu spÀter Stunde einen leckeren Whiskey.

Sportliche GrĂŒĂŸe
Oli & Alex

 

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