Polar V800 – Die ersten Läufe

Polar V800Mein erster Eindruck der Polar V800 war sehr gut, wie ich es bereits in der Kaufentscheidung erwähnt hatte. Nun möchte ich darüber berichten, wie ich die ersten Läufe mit der Uhr erlebt habe.

Wie von Polar gewohnt, ist die Bedienung zu den anderen Polar-Pulsuhren fast identisch. Damit hatte ich von Beginn an überhaupt keine Schwierigkeiten mit dem Suchen oder Finden bestimmter Funktionen. Ich denke aber auch, dass selbst Neulinge keine großen Schwierigkeiten damit hätten, denn so viele Knöpfe hat die Uhr nicht und nach einer kurzen Eingewöhnungsphase läuft alles reibungslos.

Bevor man zum ersten Lauf startet, sollte man auf jeden Fall die erste Konfiguration der Uhr vornehmen, damit man nicht wie ich startet und… nix geht!

Heute weiß ich, wie ich den Ablauf organisieren würde:
– Software für PC/Mac installieren und Uhr anschließen
– ggf. Update durchführen
– Einstellungen der eigenen Werte wie Größe, Alter, Geschlecht und Gewicht
– Einstellungen für das Sportprofil/Ansichten tätigen
– H7 Sender mit der Uhr koppeln

Ich selbst hatte vor dem ersten Lauf die Einstellungen der Ansichten nicht geändert, sodass ich nur eine voreingestellte Ansicht mit Gesamtzeit, Rundenzeit und Uhrzeit hatte. Die zwei Knöpfe für Auf und Ab zeigten somit natürlich keine Funktion.

Die Kopplung des Senders sollte gemäß Schnellanleitung einfach sein: Uhr starten und dann mit der Uhr den Sender berühren, wenn die Uhr dies anzeigt. Dies hatte bei mir allerdings nicht wie gewünscht funktioniert und nach einigen Versuchen nahm ich über das Menü der Uhr die Kopplung vor. Viel Aufregung, die ich mir bei vernünftiger Vorbereitung gespart hätte. So ist das aber, wenn man ungeduldig starten will!

Nachdem ich dann aber alles richtig konfiguriert hatte, ist es immer wieder schön, die Uhr beim Laufen zu nutzen. Ich habe mir mehrere Ansichten mit Informationen eingestellt, die ich dann während des Laufens abrufen kann. Als Standardansicht werden mir die vier Werte Distanz, Dauer, Pace und Herzfrequenz auf einen Blick angezeigt.
Auf den weiteren Seiten lasse ich mir u. a. die aktuelle Höhe, Gesamtaufstieg und -abstieg, Temperatur, Durchschnittliche Herzfrequenz, Herzfrequenzzonen 1-5, Kalorienverbrauch und noch ein paar andere Werte anzeigen. Hauptsächlich nutze ich allerdings die erste Seite, nur selten springe ich auf die anderen. Gut möglich, dass ich die Konfiguration auch noch einmal ändern werde. Die Temperatur ist z. B. nicht zu gebrauchen, da der Sensor eher eine Mischung aus Körper- und Umgebungstemperatur ausgibt.

Die Distanzmessung erfolgt präzise, eben so präzise wie GPS eben sein kann. Jede Sekunde werden die Werte aktualisiert, sodass es z. B. leicht ist, eine bestimmte Geschwindigkeit zu halten.

Zu Beginn eines jeden Laufes begibt man sich mit einem Druck auf den roten Knopf in den Vorstartmodus und Satellit und Puls werden gesucht. Innerhalb weniger Sekunden ist das erledigt. Nach bisher 20 Läufen kann ich sagen, dass manchmal das GPS-Signal schneller gefunden wurde als der Pulssensor, und selbst das dauert nur wenige Sekunden.
Die GPS-Suche wird in 10er Prozentschritten angezeigt, meistens sehe ich dies aber nur bis 20%, dann steht schon OK auf dem Display und ich kann die Aktivität starten. So ein schnelles GPS ist wirklich klasse.
Die Lesbarkeit des Display ist übrigens jederzeit erstklassig, selbst bei direkter Sonneneinstrahlung.

Nach dem Lauf wird die Aktivität mit einmaligem Betätigen des Back-Knopfes angehalten und mit einem anschließenden gedrückt Halten (3 Sekunden) desselben gestoppt. Anschließend wird der Lauf mit allen wichtigen Daten angezeigt wie beispielsweise die Trainingsintensität und die damit verbundene ungefähre Erholungszeit.

Die drei Bilder zeigen die Daten des Genusslaufs in Müllheim. Gerade hier sieht man deutlich, dass die Strecke mit 20,38 km ausgegeben wird, obwohl es sich um einen Halbmarathon mit 21,1 km handelt. Da stellt sich die Frage, ob nun das GPS für diese Abweichung verantwortlich ist oder die Streckenmessung. Der Schluchseelauf wurde in diesem Zusammenhang mit 18,3 km korrekt gemessen.

Polar Flow: Auswertungen (iPhone)

Auf dem iPhone habe ich die App Polar Flow installiert und eine einmalige Registrierung durchlaufen. Sofern Bluetooth auf dem Smartphone aktiv ist, können sehr einfach die Aktivitätsdaten in die App und damit in die Datenbank von Polar übertragen werden. Das bedeutet, dass die Daten sofort auf dem Smartphone und damit besser und auch ausführlicher als auf der Uhr betrachtet werden können.

Hier ein paar Screenshots der Polar Flow App

Insgesamt ist diese Uhr einfach top. Die Datenübermittlung zum iPhone könnte allerdings etwas schneller sein, denn hier wartet man unverhältnismäßig lange. Als ich die Uhr kaufte, ging das noch schneller, kurz danach kam ein Update von Polar… Na, solange die Daten übermittelt werden, finde ich das nicht ganz so schlimm.

Eins noch: Die Uhr ist nichts für zarte Ärmchen! Das Handgelenk sollte schon etwas Umfang aufweisen, denn sonst wäre das Tragen eher unangenehm, da der Übergang vom Gehäuse zum Armband steif ist.

Wie die Auswertungen im Web aussieht, werde ich dann im dritten Teil zeigen.

Sportliche Grüße
Alex

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2 Gedanken zu „Polar V800 – Die ersten Läufe

  1. Hallo Alex,
    programmiere doch mal ein Intervalltraining mit Pace-Bereichen ein und laufe mal danach.
    Habe das schon gemacht. Eigentlich ne tolle Sache, wenn mich nur nicht immer die sehr flexiblen angezeigten Tempis kirre machen würden.
    Ähnlich ist es mit „Race-Pace“
    Manchmal wünsche ich mir echt die Garmin zurück 😎
    Mal sehen, was Du zu berichten weißt 😉
    LG and keep ON RUNNING
    Christiane

  2. Hallo Christiane,
    diese Funktionen stehen auch noch auf meiner ToDo-Liste. 🙂
    Was ich aber jetzt schon sagen kann ist, dass es immer darauf ankommt, ob man optimalen GPS-Empfang hat. Manchmal kann ich auch ein Springen erkennen. Jedoch schaue ich weniger auf die Pace, sondern eher auf den Puls.
    Die Genauigkeit dieser Uhr empfinde ich schon gut bis sehr gut, vielleicht auch dem geschuldet, weil es meine erste GPS-Uhr ist und ich nichts anderes kenne. Allerdings ist die Pace-Anzeige mit dem iPhone z. B. mittels runtastic auch nicht viel anders. Denn wenn mal für 2 Sekunden das GPS-Signal nicht empfangen wird, dann springt die Pace. Ich denke, da ist es egal, welches Gerät man dabei hat.
    Gruß
    Alex

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