44. BMW Berlin Marathon

Vier vom Whiskey Running Team machten sich auf die Reise zur 42,195 km langen Strecke durch Berlin. Das Highlight des Jahres!

Bereits letztes Jahr hatte Michael die Idee, in seinem 42. Lebensjahr einen Marathon zu laufen und fragte mich, ob wir uns dafür nicht im Team für Berlin registrieren sollten. So fahren wir entweder alle oder keiner. Wie genau dieses Losverfahren abläuft, wusste ich nicht, aber sollten wir „gezogen“ werden, dann sind wir dabei.

Und so kam es, dass wir schon Ende letzten Jahres für Berlin gesetzt waren. Janine registrierte sich auch und wurde ebenfalls ausgelost. Somit konnte das Training beginnen. Jeder von uns zog sein eigenes Training durch und bereitete sich auf den großen Tag im September vor. Auch wenn noch mehr als 10 Monate Zeit war, und das wissen wir ja alle, vergehen sie sehr schnell.
Und ratz fatz war der Sommer schon vorbei. 🙂

Am Wettkampfwochenende stiegen wir bereits Freitag um 05:51 Uhr in den Zug in Richtung Berlin. Die Zugfahrt war angenehm, auch wenn natürlich wegen der Baustelle zu dieser Zeit auf der Strecke die Fahrt eine Stunde länger dauerte. Nicht so schlimm, denn wir hatten den Samstag noch als Puffer vor dem Wettkampf.

Nachdem wir in Berlin ankamen, trafen wir uns kurz nach dem Check in im Hotel wieder, um auf der Marathon Messe unsere Startnummern abzuholen. Die Dimensionen eines so großen Wettkampfes kannten wir noch nicht, haben uns aber sagen lassen, dass es ratsam wäre, wenn man die Nummern schon am Freitag abholt. Nach einem kurzen Bummel über die Messe war der Tag ziemlich schnell vorbei und wir machten uns nach einem leckeren Abendessen auf den Weg ins Hotel.

Am Samstag stand noch ein kleines Läufchen an, bevor wir individuell den rechtlichen Tag verbrachten. Tja, und dann stand der Wettkampf schon ganz dicht bevor! 🙂

Der Wettkampftag begann für uns zu unterschiedlichen Zeiten. Es war auch der bisher erste Wettkampf, bei dem wir nicht gemeinsam unterwegs waren. Das lag zum einen an den unterschiedlichen Startzeiten zwischen Block E und H sowie am schlechten Wetter. Das fand ich natürlich etwas schade, denn eigentlich sind wir immer gemeinsam unterwegs. Na wenigstens hatte es morgens nicht geregnet, sodass wir trocken zur Startaufstellung kamen. Aber kalt war es trotzdem und wir hüllten uns in Kunststoff um bis zum Start zumindest etwas warm zu bleiben. Das hatte auch gut geklappt.

Als ich mich in der Startaufstellung im Getümmel einmal umschaute, war das Gefühl da mittendrin zu stehen doch sehr überwältigend. So große Menschenmassen sind eigentlich nicht so mein Ding, aber das hatte mich doch stark mitgerissen. Der Gedanke, man bewegt sich mit über 43000 Läuferinnen und Läufern durch Berlin ist schon irre. Die Vorfreude bei mir war riesig und ich konnte es kaum erwarten loszulaufen.

Auf mehreren großen Leinwänden wurden Bilder des Spektakels übertragen und etwa zwei Minuten nach dem Startschuss überschritt ich mit der ersten Welle die Startlinie. Janine, die in der zweiten Welle startete, hatte da weniger Glück. Sie steckte quasi das gesamte Rennen im „stockenden Verkehr“ fest, jedoch war sie dafür oft im TV bzw. auf den Leinwänden zu sehen. 🙂 Michael und Oli rollten aus der dritten Welle das Feld von Hinten auf. Im Nachhinein betrachtet und der Stimmen nach zu urteilen, die ich so hörte, starteten viele Läuferinnen und Läufer nicht dort, wo sie aufgrund ihrer Leistungsklasse hätten starten müssen. So mogelten sich H-Block Läufer offensichtlich in großer Anzahl in die erste Welle der Blöcke A-E, auf die dann irgendwann Janine gestoßen ist. Ich selbst kann auch erwähnen, dass ich nicht kontrolliert wurde, als ich den Block E betrat. Wenn ich bedenke, wie genau bei der Anmeldung die gelaufenen Marathonzeiten per Zusendung der Urkunden überprüft wurden, wundert mich das schon etwas. Einerseits harte Prüfung, dann aber nachlässig bei den Einlasskontrollen. So war es schade, wenn man für einen solchen Preis seine geplante Pace nicht rennen kann. In diesem Zusammenhang sollten sich einige mal den allgemeinen Verhaltensweisen an Verpflegungsständen auseinandersetzen. Ich möchte den Marathon bestimmt nicht schlecht reden, zumal es bei einer solchen Masse an Teilnehmern gerade zu logisch ist, dass viele unerfahrene Läuferinnen und Läufer dabei sind. Davon hatte ich in der ersten Welle nicht ganz so viel gemerkt, aber weiter hinten war das wohl schlimmer.

Die 42,195 Kilometer erlebten wir somit unterschiedlich, aber erreichten alle das Ziel! Nicht nur das, denn wir konnten alle unsere persönlichen Bestzeiten knacken – wobei Michael sein Wunsch, seinen ersten Marathon unter 4 Stunden zu schaffen, ebenfalls erreichte!

Das Wetter war leider nicht auf unserer Seite und zumindest ich hatte oft das Gefühl, ich würde durch ganz trübe Gegenden laufen. Ich bin mir sicher, dass das bei Sonnenschein viel schöner gewesen wäre. Aber: man kann bekanntlich nicht alles haben. Dafür hatte man immer genug Kühlung in Form von Regen. 🙂

Die Zuschauer an der Strecke waren meiner Meinung nach auch nicht so zahlreich wie angepriesen. Vielleicht kam mir das auch nur so vor, weil ich selbst irgendwann fast nur noch mit mir selbst beschäfitgt war. Was mich irgendwann doch ziemlich geärgert hatte war, dass ich keine Bilder mehr mit dem Smartphone machen konnte, denn wenn man komplett durchnässt ist und das Gerät damit auch, dann ist es fast unmöglich das Ding zu entsperren. Da wäre die GoPro doch besser gewesen. Damit war das der erste Marathon, bei dem ich gerade mal drei Bilder während des Laufens schießen konnte, was schon ziemlich am Anfang war. Schade…

Wie dem auch sei, insgesamt war es ein interessantes Wochenende und ganz sicher eine Erfahrung mehr! Jetzt können auch wir sagen:

Wir waren in Berlin, wir waren dabei – beim 44. Berlin Marathon!

Sportliche Grüße
Alex

 

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