46. Int. Bodensee-Marathon 2018

Nachdem ich den Bodensee-Marathon 2017 gewinnen konnte, war mir gleich klar, dass ich 2018 wieder an den Start gehe.

Ich buchte mir eine gemĂŒtliche Ferienwohnung in Kressbronn und genoss ein verlĂ€ngertes Wochenende am Bodensee. Das Wetter dafĂŒr war traumhaft.

Meine Vorbereitung auf den Marathon fiel diesmal etwas minimalistisch aus, da es im Sommer oft so heiß war, dass ich auf TempolĂ€ufe und Intervalle keine Lust hatte. Auch die langen LĂ€ufe habe ich gelegentlich ausfallen lassen, bzw. bin einfach kĂŒrzer gelaufen. 😉

Trainingsprinzipien hin oder her – das Wichtigste ist mir den Spaß am Laufen zu behalten.

Mein Trainingszustand entsprach also etwa dem vom FrĂŒhjahr, deshalb rechnete ich mit einer Ă€hnlichen Zielzeit wie beim Freiburg Marathon im April.

Ich freute mich jedenfalls auf den Lauf und wollte einfach mal versuchen was so geht…

Ich hatte mir so gewĂŒnscht, endlich mal einen Marathon im Regen oder zumindest bei bewölktem Himmel zu erleben, aber danach sah es wieder mal nicht aus…

Mit guter Laune verließ ich um 11:30 Uhr die Ferienwohnung und ging direkt in den Laufschritt ĂŒber um mich warm zu machen. Die Sonne strahlte bereits am blauen Himmel.
Kurz vor 12 Uhr fand ich mich in der Startaufstellung ein, wo ich um Punkt 12 Uhr aus der ersten Reihe startete.
Die ersten 5 Kilometer ging es leicht bergauf auf Aspaltwegen an die Argen. Ich hatte das GefĂŒhl, dass es mĂŒhsam werden wĂŒrde, denn ich musste mich nicht wie sonst nach dem Start zĂŒgeln, sondern eher etwas antreiben um nicht ins Bummeltempo zu verfallen.  Ich war einfach noch nicht in Marathonstimmung, was vielleicht auch an meinem “gechillten Morgen” lag.

Das Feld zog sich sehr bald auseinander. Von Km 5-17 ging es dann auf einem holprigen und steinigen Waldweg an der Argen entlang. Die eine HĂ€lfte leicht bergab – die andere leicht bergauf. Ein LĂ€ufer hatte mein Tempo und ich lief eine Weile mit ihm zusammen. Bei Km 15 wurde er mir aber etwas zu langsam und ich ĂŒberholte ihn. Dann war ich ganz alleine unterwegs, weit und breit niemand mehr zu sehen, außer gelegentlich einem Streckenposten. Es fĂŒhlte sich irgendwie an wie ein Trainingslauf und es war nicht einfach das Marathontempo zu halten. Ich musste mich auch sehr konzentrieren nicht umzuknicken (darin habe ich bei unebenem Untergrund Talent).

Das am Start fĂŒr die erste Frau versprochene FĂŒhrungsfahrrad hatte sich leider nach einer kurzen BegrĂŒĂŸung wieder von mir entfernt, was sehr schade war.

Nach der Argenschleife ging es wieder zurĂŒck nach Kressbronn. Jetzt kamen mir die HalbmarathonlĂ€ufer entgegen, die um 13 Uhr gestartet waren. Man grĂŒĂŸte sich nett und viele feuerten mich an. Ich lief gleich schneller und leichter, woran man sieht, was die Stimmung doch fĂŒr Auswirkungen haben kann. 😉

Beim Erreichen der HM Distanz kĂŒndigte mich der Sprecher als Vorjahressiegerin vom Whiskey Running Team an und mir wurde ordentlich applaudiert. Dann ging es auf die zweite Runde.
Zunehmend machte sich die Temperatur und die damit verbundene Dehydrierung bemerkbar. Ich hatte richtig durst, schaffte es aber nicht genug zu trinken. Ich wollte eigentlich bei den Versorgungsstationen meine Softflasche fĂŒllen, weil ich aus den Bechern nicht trinken kann. Ich war aber so hektisch, dass ich die HĂ€lfte daneben schĂŒttete und oft mit fast leerer Flasche weiter lief, trotzdem aber etliche Sekunden verlor. 🙈

So ab Km 32 lief es besser. Ich ĂŒberholte einige MarathonlĂ€ufer und es wurden auch immer mehr HalbmarathonlĂ€ufer auf der Strecke, die ich ĂŒberholten konnte. Ich war nicht mehr so allein, das war sehr schön.

Das Beste war der Zieleinlauf, wo ich nochmal mein Tempo anziehen konnte. Ich wurde auch als Siegerin und gesamt 5. nett im Ziel empfangen. Die Uhr stoppte genau nach 3:10 Std.
Aufgrund der Bedingungen war ich absolut zufrieden, auch wenn ich gerne eine einstellige Minutenzahl nach der 3 gehabt hĂ€tte. 😉

Nach einer StÀrkung in der Sonne ging es dann zur Siegerehrung in die Halle.

Es wurden die jeweils  schnellsten 3 der Altersklassen und die 3 Gesamtschnellsten geehrt, bekamen Medaillen und Sachpreise.

Die Siegerehrung wirkte diesmal leider etwas gehetzt, es fehlten auch die Podeste, die letztes Jahr noch vorhanden waren. Man merkte auch, dass der Halbmarathon im Vordergrund stand, weil er sehr viel mehr Teilnehmer hatte als der Marathon.

Zum Abschluss möchte ich mich bei allen ehrenamtlichen Helfern bedanken. Ihr habt das echt super gemacht. Dadurch wird so eine Veranstaltung ĂŒberhaupt erst ermöglicht. Auch die Stimmung der Zuschauer im Zielbereich war super, da freut man sich als LĂ€ufer.
Insgesamt war es eine gelungene Veranstaltung.

Allerdings hat die Organisation  im Vergleich zum letzten Jahr nachgelassen, was sehr schade ist. Es wirkte teilweise etwas lieblos. Es hat mir zwar trotzdem viel Spass gemacht, dennoch muss ich mir noch ĂŒberlegen, ob ich nĂ€chstes Jahr wieder komme.

Liebe GrĂŒĂŸe,
Sabine ☺️

2 Gedanken zu „46. Int. Bodensee-Marathon 2018

  1. SouverĂ€n wie erwartet! 🙂
    Hast du klasse gemacht und konntest gegenĂŒber dem Vorjahr noch ordentlich nachlegen. Kontinuierlich stark, das muss man erstmal machen. Damit baust du dir die perfekte Grundlage fĂŒr die Sub 3 😀

    • Danke. Marathon ist einfach immer wieder ein Erlebnis. Es wird bestimmt nicht mein Letzter gewesen sein… Wer weiß – vielleicht fĂ€llt ja irgendwann die 3 Stunden Grenze… â˜ș

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