Freiburger Marathon 2019

Seit 2013 geh├Ârt der Freiburger Marathon zum ersten gro├čen Wettkampf eines jeden Jahres. So tauchten wir auch diesmal in die Menge ein und konnten viele Erfolge feiern!

Schon am Marathonvortag erlebten wir neben der Sportmesse ein Highlight beim Mini-Marathon, bei dem die zwei kleinen Flitzer Sarina und Tom des Whiskey Running Team eine schnelle Runde mit 1100 Metern hinlegten. Durch das leuchtend orangene Shirt absolut nicht zu ├╝bersehen liefen sie an mir winkend vorbei und freuten sich! Hat Spa├č gemacht zuzuschauen.

Am Sonntag trafen wir uns am fr├╝hen Morgen zeitgerecht in der Messehalle, zumal der Start diesmal auf 9:30 Uhr vorgezogen wurde. Mit Hitze mussten wir diesmal aber nicht rechnen, denn es war ziemlich kalt und Regen fiel auch vom Himmel. Dem einen Freud, dem anderen Leid. Klar, f├╝r uns L├Ąufer ist eine k├╝hlere Umgebung meistens angenehmer zum Laufen, da kann man einfach den K├Ârper noch etwas mehr belasten als bei Hitze. Andererseits ist es f├╝r die Zuschauer nicht so toll, wenn man stundenlang im Regen steht.

Wie dem auch sei, wir machten uns rennbereit und sprangen irgendwann kurz nach 9 Uhr aus der Halle in den Regen, um uns etwas warm zu machen. Das war auch gar nicht so einfach. Sp├Ątestens als wir in den Startbl├Âcken standen, k├╝hlten wir langsam wieder runter. Zumindest war das bei mir der Fall. Kommt man zu sp├Ąt, steht man weiter hinten, kommt man zu fr├╝h, k├╝hlt man noch mehr aus. Aber gut, man wird schon w├Ąhrend des Laufes warm.

Ich selbst stand am Ende des Block A und sah dann Bine im Block B ganz vorn stehen. Sie wollte dann noch in den Block A wechseln, aber das wurde ihr durch einen Streckenposten verwehrt. Und das, obwohl etliche andere einfach ├╝ber die Absperrungen stiegen, um so den Block zu wechseln. Der Dumme ist der, wer sich daran h├Ąlt, was er auf der Startnummer stehen hat. Naja, kurz vor dem Start wurden dann die Absperrb├Ąnder entfernt und die Masse kam sowieso zusammen f├╝r den gemeinsamen Start.

So standen Janine, Bine und ich dann vielleicht 50 Meter von der Startlinie entfernt als der Startschuss abgegeben wurde. Es dauerte trotzdem noch eine Minute, bis das Rennen wirklich losging. Mir war schnell warm, denn nach etwa einem Kilometer hatte ich meinen Rennpuls erreicht und den wollte ich dann auch bis zum Ende durchziehen. Oli, Tanja, Alex, Michael wie auch Moni standen etwas weiter hinten im Get├╝mmel, was durchaus auch Spa├č macht, wie ich finde.

Mein Rennen verlief insgesamt v├Âllig unspektakul├Ąr, ich lief ziemlich genau die Pace, die ich laufen wollte. Zugegeben, mehr w├Ąre auch nicht drin gewesen und ich war die erste H├Ąlfte sogar einen Tick zu langsam unterwegs. Das erh├Ąrtete sich, weil ich mir nach dem 14. Kilometer eingestehen musste, dass ich es wohl nicht mehr schaffen w├╝rde meine Bestzeit zu knacken. Dennoch lief ich weiter mit der mir zur Verf├╝gung stehenden Kraft, denn wenn ich mein Ziel schon nicht erreichen sollte, dann wollte ich wenigstens sehen, wie viel Energie ich noch aus dem K├Ârper pressen konnte.

Es gab dann zwei ung├╝nstige Situationen auf der Strecke. Das war an zwei Stellen der Strecke, als die L├Ąuferinnen und L├Ąufer des 10 km Laufes auf die Strecke kamen. Es wurde zumindest bei mir kurzzeitig so voll, dass es kein Durchkommen gab. Eine gef├╝hlte Ewigkeit hatte es gedauert, bis ich wieder freien Lauf hatte. Auch ist es immer sehr kraftraubend, Zickzack laufen zu m├╝ssen und vor allem andere dabei nicht zu behindern oder zu gef├Ąhrden. Ich denke jedoch, es ist mir ganz gut gelungen.

Als ich sp├Ąter auf der Zielgeraden war, damit meine ich die Kaiserstuhlstra├če vor dem Messegel├Ąnde, kam mir Bine entgegen und freute sich, da ihr Rennen bis dahin wirklich gut verlief. Ich selbst versuchte auf den letzten drei Kilometern noch einmal die Geschwindigkeit zu erh├Âhen, erreichte aber nur noch eine 4:30er Pace. Am Ende verpasste ich daher meine Bestzeit um 52 Sekunden.

Mit dem Ergebnis war ich zufrieden, denn die letzte Bestzeit auf dieser Distanz stellte ich 2016 in Br├Ąunlingen beim Schwarzwald-Marathon auf. In Freiburg selbst war ich auf der HM-Distanz tats├Ąchlich noch nie auf Zeit gelaufen, denn auch wenn ich das Jahr 2013 als Bestzeit werten k├Ânnte, so war es doch auf der ersten H├Ąlfte ein gemeinsamer Lauf mit Oli. Und da hatten wir uns auf der ersten H├Ąlfte noch nicht ganz so platt gelaufen. Schlie├člich war das eine ganz neue Erfahrung f├╝r uns.

Kurz nach meinem Zieleinlauf erreichte Janine das Ziel. Sie lag nur 20 Sekunden hinter ihrer 2017 gelaufenen Bestzeit in Freiburg, war dennoch gl├╝cklich ├╝ber dieses Ergebnis. Ich fand es zwar schade, weil es mit einer Sekunde pro Kilometer noch knapper war als bei mir, aber trotzdem eine prima Leistung.

Tanja erreichte mit ihrer Performance eine Verbessung von ├╝ber 12 Minuten gegen├╝ber ihrer in Br├Ąunlingen im Jahr 2015 aufgestellten Bestzeit. Wenn das mal kein Erfolg ist! Im Vergleich zu der Bestzeit auf der Freiburger Strecke waren es sogar fast 14 Minuten. Da hatte sie einige Kohlen nachgelegt und konnte ihren Erfolg entsprechend genie├čen. Super gemacht!

Bei Michael war es diesmal echt dumm gelaufen, denn direkt vor dem Wettkampf hatte er etwas l├Ąnger mit einer Krankheit zu k├Ąmpfen, was schlie├člich seinen Wunsch auf Bestzeit zu laufen verhinderte. Dennoch f├╝hlte er sich an dem Tag besser und lief eine tolle Zeit, die gerade einmal etwas mehr als zwei Minuten langsamer war als sein bisheriger Rekord. Im optimalen Zustand w├Ąre er sicherlich sehr viel schneller gelaufen!

Alex hatte sich als Begleitung verpflichtet und konnte so einen relativ ruhigeren Wettkampf erleben. Mal nicht am Limit an der Schmerzgrenze mit Maximalpuls sondern angenehm den Rundkurs genie├čen. Aufgrund ihres Trainings w├Ąre sie jedoch so gut vorbereitet gewesen, dass sie gerade bei diesem k├╝hlen Wetter bestimmt ihre Bestzeit gelaufen w├Ąre – zumindest behaupte ich das einfach mal. ­čÖé

Moni konnte leider ihr Training auch nicht so durchf├╝hren wie sie es wollte und gab an diesem Tag trotzdem ihr Bestes. Diese M├╝he sollte sich am Ende auch gelohnt haben, denn sie erreichte eine neue Bestzeit! Stark gek├Ąmpft!

Auch Hervorzuheben ist die Leistung von Oli. Nach dem Jahr 2013, als wir beide erstmalig in die Wettkampfwelt eintauchten und er damals mit einer Zeit von 1:55:22 Std. seine erste HM-Bestzeit aufstellte, blieb es lange Zeit ruhig – zumindest was den Angriff auf diese Bestzeit anging. Jetzt, nach sechs Jahren, h├Ąmmerte er einen neuen Rekord raus, ganze 2:28 Min schneller als damals! Mich hatte er mit der 5:21er Pace jedenfalls stark beeindruckt, vor allem weil ich das gar nicht erwartet hatte.
Starke Leistung!

Ein weiterer Halbmarathoni war Michael “The Klapprider”. Er konnte erstmalig die 2-Stunden-Marke knacken, was mich nat├╝rlich f├╝r ihn besonders freut! Gl├╝ckwunsch!

Ich freue mich f├╝r euch alle, dass ihr so tolle Zeiten gelaufen seit! Gratulation!
Wie immer ist es wichtig, dass wenn wir den K├Ârper auf Hochtouren laufen lassen, wir dies auch gesund ├╝berstehen und uns nicht verletzen. Nur so kann man solche Tage auch genie├čen! Es ist uns allen wieder gelungen und auch das freut mich.

Nachdem wir Halbmarathonis im Ziel waren, war noch ein Teammitglied auf der Strecke: Bine, die als einzige die Marathondistanz w├Ąhlte. Das aber auch nicht ohne Grund, denn sie wollte die 3-Stunden-Marke knacken. Nur leider war ihr Training diesmal alles andere als tauglich. Noch Tage vor dem Rennen ├Ąu├čerte sie, dass sie zwar ihr m├Âglichst Bestes geben wollte, es jedoch wahrscheinlich sehr schwierig werden w├╝rde. Nur einen 30km-Lauf hatte sie bestritten, auch wenn andere l├Ąngere L├Ąufe und Kraft├╝bungen auf dem Programm standen. Viele Einheiten davon war ich noch mit ihr gelaufen. Wenn ich mich richtig erinnere, absolvierten wir insgesamt neun Halbmarathon gemeinsam als Training in den drei Monaten zuvor.

Es sollte sich sp├Ąter zeigen, wie weit sie es bringen k├Ânnte und ob sie die magische Mauer der drei Stunden durchbrechen kann. Ich bin dann etwa bei der Bruttozeit von 2:55 Std. an die Ziellinie gegangen, damit ich sie nicht verpassen w├╝rde.

Als dann kurze Zeit sp├Ąter der Sprecher die 1. Frau des Freiburger Marathon “Sabine Schmey vom Whiskey Running Team” ank├╝ndigte, konnte ich es kaum glauben! Sie konnte damit ihr Ziel der Sub 3 zwar nicht erreichen, war aber mit 3:04:31 Std. verdammt nahe dran und lief gleichzeitig 5:05 Min. schneller als im letzten Jahr auf dieser Strecke. Die Freude war ihr durchaus anzusehen und sie sah nicht im geringsten so aus, als sei sie soeben einen Marathon gelaufen.

Es dauerte nicht lange und die ersten drei Frauen durften die Siegerehrung genie├čen. Es war sch├Ân anzusehen und es freute mich f├╝r Bine, dass sie es nun in Freiburg mal nach oben geschafft hatte. Erst sehr sp├Ąt im Rennen konnte sie die zweite Frau und etwa bei Kilometer 40 die 1. Frau ├╝berholen. Die letzten Kilometer rannte sie mit Pace 4 ├╝ber die Strecke. Eine ganz starke Leistung!

Unsere im Anschluss stattfindende After-Run-Party in der Messehalle dauerte lange an, denn wir hatten wie immer Whiskey dabei und feierten unsere Erfolge!

Sportliche Gr├╝├če
Alex

4 Gedanken zu „Freiburger Marathon 2019

  1. Sehr sch├Âner Bericht.

    Vielen Dank daf├╝r.
    Du triffst es mal wieder auf den Punkt.
    Ich f├╝hle mich geehrt.
    Hat alles gepasst diesmal, bin froh und stolz diesen Erfolg im Namen des Teams erreicht zu haben….

  2. Hi Alex, wieder mal sehr sch├Âner Bericht. Vielen lieben Dank, dass du alles immer niederschreibst und so gut wiedergibst.
    Nochmals Gl├╝ckwunsch an Alle – starke Leistung
    @Bine: Super starke Leistung die du dahin gelegt hast und nochmals herzlichen Gl├╝ckwunsch. Hast mal wieder f├╝r dich und im Namen des Teams richtig Erfolg gehabt. Bin richtig stolz auf dich

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