32. Badenweiler Nikolauslauf

Der zum jetzigen Zeitpunkt letzte Badenweiler Nikolauslauf! Wir als Whiskey Running Team wollten diesen Lauf auch als 5. Cup-Lauf erleben und waren wieder einmal sehr erfolgreich!Zuletzt waren wir hier 2016 beim 6. Badenweiler Feierabendlauf, allerdings war es da schön warm, wĂ€hrend es diesmal ziemlich kalt war. Das hielt mich jedoch nicht davon ab in kurzer Hose zu starten, auch wenn ich es zumindest am Anfang etwas zu kĂŒhl fand. Der Wetterbericht sah so gut aus und in Freiburg schien auch noch die Sonne. Desto nĂ€her wir jedoch Badenweiler kamen, desto wolkiger wurde es. Egal, da musste ich nun durch, denn eine lange Laufhose hatte ich natĂŒrlich nicht dabei. Janine wagte es auch in kurzer Hose, weil sie mir es unbedingt nachmachen wollte. 🙂

Wie immer suchten wir uns in der Halle ein schönes PlĂ€tzchen aus um uns fĂŒr diesen Lauf vorzubereiten. Nachdem wir uns unsere Startnummern abholten und diese an unser Shirt pinnten, konnten wir uns auch schon auf eine kleine AufwĂ€rmrunde begeben, denn bei einer Temperatur nahe dem Gefrierpunkt hĂ€tte ein Kaltstart fatale Folgen haben können. Unsere Ziele waren klar: einfach mal schauen wie es lĂ€uft. 🙂

Schon im letzten Jahr reiste auch Alex wieder mit, um uns bei diesem Lauf zu unterstĂŒtzen. Auf der zweiten Runde dann stand sie mit Tanjas Tochter an dem Berg, wo wir hochschossen und feuerte uns an. DafĂŒr auch nochmal ein Dankeschön! Es ist immer schön, wenn man bekannte Gesichter am Streckenrand erblickt, die einem nochmal etwas Schub verpassen.Nach einer netten Ansprache von Pit startete das Feld um die ersten etwa 90 Höhenmeter hinter sich zu bringen. Ich zog den ersten Kilometer gefĂŒhlt recht gelassen, wĂ€hrend Bine mit einer Leichtigkeit an mir vorbeizog und ich nicht einmal versuchte an ihr dran zu bleiben. Ich wusste, dass ich es heute ganz sicher nicht schaffen wĂŒrde. DafĂŒr war ich viel zu mĂŒde und zu schlecht auf solch einen Lauf vorbereitet.

Janine war ziemlich dicht hinter mir und nach etwa 4 Kilometern drehte ich mich tatsĂ€chlich einmal um und sah sie. Dazu muss ich vielleicht erwĂ€hnen, dass ich mich sonst nie umdrehe, aber diesmal wollte ich es einfach wissen. Und zu der Zeit war sie vielleicht 100 Meter hinter mir. Bine konnte ich schon nach dem ersten Kilometer nicht mehr sehen und da ich Janine kenne und sie sich ihr Rennen extrem gut einteilt – meistens besser als ich – könnte das sehr eng fĂŒr mich werden.

Auf der zweiten Runde holte mich irgendwann Wolfgang Bronner ein und meinte, wir könnten gemeinsam ins Ziel fliegen. Ich hatte mit dem Lauf eigentlich schon abgeschlossen und wollte nur noch ins Ziel “rollen”. Doch hier merkte ich das erste Mal wie es ist, wenn man von jemandem begleitet wird, der besser ist. Wolfgang sorgte dafĂŒr, dass ich noch schneller lief als auf der ersten Runde. Wir waren mit einer Pace von 3:55min/km unterwegs bis zum Punkt als es wieder hoch ging; bei etwa Kilometer 8,5. Damit war ich etwa 10 Sekunden schneller pro Kilometer. WĂ€re ich alleine gelaufen, wĂ€re ich sicherlich “nur” locker ins Ziel gelaufen, denn ich wollte nur mein persönliches Ziel erreichen: die Bestzeit aus 2016 knacken. Das wĂ€re mir zwar auch ohne Wolfgang gelungen, jedoch war das auch schön und ich konnte noch mehr Zeit rausholen.

Als es das letzte Mal bergauf ging, sagte Wolfgang zu mir, dass ich es bergab dann laufen lassen kann, weil er nicht so schnell könnte. Außerdem fĂŒgte er hinzu, dass Janine kommt. 🙂

Es waren noch etwa 1300 Meter zu laufen und ich hatte vier LĂ€ufer ziemlich dicht vor mir. Ich dachte mir, dass ich es noch schaffe sie bergab zu ĂŒberholen, zumindest wollte ich es versuchen. Janine mĂŒsste sich schon sehr anstrengen, wenn sie mich bergab noch ĂŒberholen wollte.

Denn von dem Punkt an, wo es wieder bergab ging, flog ich mit einer Pace von durchschnittlich 3:20 min/km auf der Strecke und konnte auch die vier LĂ€ufer ĂŒberholen. Das letzte StĂŒck, die 100 Meter auf dem Sportplatz, ließ ich es mit 2:45 min/km richtig brennen. Kurz vor der Ziellinie drĂ€ngelte sich noch der LĂ€ufer, den ich zuletzt ĂŒberholt hatte, an mir vorbei, obwohl es dafĂŒr schon sehr eng war. Ich hatte damit auch gar nicht mehr gerechnet und war schon beim abbremsen, denn in der schmalen Einlaufspur wird eigentlich nicht mehr ĂŒberholt. Nun gut, wenn er es brauchte. 🙂

So konnte ich meine Vorjahresbestzeit von 46:01 Min. auf 43:34 Min. verbessern und mein Ziel wie gewĂŒnscht erreichen. Janine erreichte genau 26 Sekunden nach mir das Ziel mit 44 Minuten. Sie verbesserte sich damit um 3:39 Min.

Bine wartete bereits freudig im Ziel und ich hatte schon die BefĂŒrchtung, dass sie bereits geduscht sein könnte. Sie war zum ersten Mal hier und brannte eine 40:14 Min. auf die Strecke! Michael gab alles und das sah man ihm auch an, als er nach 50:23 Min. ins Ziel kam. Er kannte die Strecke nicht und empfand sie wohl auch ziemlich anstrengend.
Tanja wollte bei diesem letzten Lauf in Badenweiler ihre Bestzeit aus dem letzten Jahr knacken. Beim letzten Mal ist ihr eine Verbesserung von 4:07 Min. auf 49:58 Min. gelungen. Diesmal berichtete sie mir, dass sie sehr aufgeregt war und sich in ihrer Zeit wohl so verbissen hatte, dass das wohl auch mit ein Grund dafĂŒr gewesen war, dass es nicht klappte. Auch wird wohl ihr Training dazu etwas beigetragen haben, denn diesmal war sie genau eine Minute langsamer, mit 50:58 Min. aber immer noch schnell unterwegs. Ich meine, jeder wird irgendwann mal einen ungĂŒnstigen Tag erwischen. Meistens kann man aber noch an gewissen Schrauben drehen, damit es beim nĂ€chsten Wettkampf wieder etwas besser klappt und man mit sich selbst im Reinen ist.
Aber hey, es sind auch immer noch 5:15 min/km im Schnitt gewesen, das muss man auch erstmal schaffen!

Nachdem wir alle im Ziel waren gingen wir zum gemĂŒtlichen Teil ĂŒber. Kuchen, GetrĂ€nke… wie immer reichlich vorhanden! Wie auch schon im letzten Jahr super organisiert. Vielen Dank an dieser Stelle!

Nun saßen wir noch eine Weile bis die Siegerehrungen vorĂŒber waren und zogen fast alle auch bis zum Ende durch.

Zuerst darf ich freudig berichten, dass unsere Frauen des Whiskey Running Team mit Bine, Janine und Tanja es wieder einmal geschafft haben, einen Platz in der Teamwertung zu erreichen! YES! Platz 2 konnte das Team erlaufen! 

Bine erreichte zudem den 3. Platz aller Frauen und konnte den 1. Platz in ihrer Altersklasse erreichen. Auch Janine durfte wie schon im letzten Jahr den 2. Platz in ihrer Altersklasse feiern! Gratulation an euch sowie an das gesamte Team!
Wir sind das Whiskey Running Team!

Ein schöner und erfolgreicher Tag!

Sportliche GrĂŒĂŸe
Alex

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