Einmal von Neuenburg nach… und zurück in 365 Tagen!

Das war mein Laufjahr 2016, mein absolut geniales Jahr 2016 in dem ich eigentlich alles was ich mir an Silvester 2015 vorgenommen habe auch erreicht habe.

Mit Spaß und Freude, mit Freunden und vielen gemeinsamen Wettkämpfen, mit Freudentränen und auch vielen echten Tränen, mit Schweiß und Wut und Zähne zusammenbeißen und trotzallem mit viel Herz und Spaß am laufen …

Es war im allgemeinen ein bewegtes Jahr, in dem sich für mich viel verändert hat und ich mich geändert habe. In dem ich manchmal über mich hinausgewachsen bin, ohne dass ich das so geplant hatte. Ein Jahr in dem ich viel erlebt habe, viele neue Sachen probiert, für gut befunden habe oder halt auch nicht. Ein Jahr in dem ich unter anderem auch vom „Allesesser“ zum Vegetarier und dann zum Veganer wurde und mich einfach super gut damit fühle. 🙂

Als das Jahr anfing, stand einfach nur für mich mal so im Raum meine Wettbewerbs- Zeiten aus 2015 zu verbessern. Punkt! Das nimmt sich sicher irgendwie jeder Läufer der Wettkämpfe läuft auch vor… Ist ja auch normal und jeder möchte ja auch seine Leistungen verbessern, schraubt an den Trainingsplänen und an Athletik und Stabilität, an der Ernährung und auch an dem wie der Wettkampf ablaufen soll…

Nachdem ich 2015 zum ersten Mal bei einigen Läufen des „Markgräfler Cups“ gestartet bin, hatte ich natürlich diese Zeiten die es zu verbessern galt. Den Anfang machte gleich im März der Frühlingslauf in Sulzburg und was soll ich sagen: Start geglückt und das Ding gerockt! Und dann auch gleich noch ein Platz auf dem Treppchen mit dem Mädels des Whiskey Running Team… Genialer Start in die Saison.

Dann ging es weiter in Freiburg und da flossen die ersten echten Tränen, hatte ich mir für diesen Lauf doch zu viel vorgenommen oder mich verzockt?! Das war für mich eine Grenzerfahrung und wie ich es in dem Bericht danach beschrieben habe – es ging mir auch einen Tag später noch nicht so gut was den Kopf betrifft.

Mit dem Lauf in Münstertal, bei dem wir uns ja mal so richtig schmutzig machen durften, ging es weiter und auch da… es lief im wahrsten Sinne des Wortes!!!!

Beim Genusslauf in Müllheim sind wir im Team auf die Halbmarathon-Strecke gestartet. Ganz easy und ganz relaxt sind wir es angegangen. Gut, nicht jeder ist ständig bei der Gruppe geblieben… 🙂 Aber zum Schluss sind wir gemeinsam Hand in Hand ins Stadion eingelaufen und weil wir so schön easy unterwegs waren, haben wir als „letzte 30“ noch eine Einladung ins VIP-Zelt zu netten Häppchen und Wein bekommen. Das war doch mal ein Genuss nach einem Wettkampf und ein netter Ausklang.

Der Feierabendlauf und auch der Schluchsee-Lauf waren dann wieder Läufe bei schönem Wetter und einfach Bestzeiten würdig.

Was dann folgte war eine kleine Pause in der mein Entschluss einen Marathon im Herbst zu laufen eigentlich schon feststand und ich mit dem Plan am Pfingstmontag begann. Der einzige der davon wusste, war Alex und ich glaube er hat es bis zu meiner Anmeldung für Karlsruhe nicht 100%ig geglaubt das ich es durchziehe. Das Training mit dem Plan vom Polar habe ich ja schon beschrieben und ich muss sagen … es war ein guter Plan, aber wer mich kennt und es sich ausrechnen kann merkt, mit einem „normalen“ Plan kommt man nicht auf 3000 Laufkilometer im Jahr. 🙂

Zwischendurch, während des Trainings für Karlsruhe stand noch die Freiburger Laufnacht auf dem Programm, die Nachtlauf in Biengen bei der es wieder richtig schön war bei Kerzenschein zu laufen und wir Mädels vom Team sind den Ladies Run in Ihringen gelaufen. Ein schönes Event nur für Frauen und es hat echt Spaß gemacht beim 1. Mal dabei zu sein.

Dann kam endlich KARLSRUHE und auch hierzu habt ihr vielleicht meinen Bericht gelesen. Es war hammergenial, einfach extrem klasse und das waren richtig echte Freudentränen und Gänsehaut-Feeling pur!

Gleich nach dem Marathon, eine Woche später gabs für das Team gleich den nächsten Cup-Lauf in Staufen und logo war ich auch dabei. Tapering, Regeneration? Was ist das? Braucht man das? 🙂

Zum Geburtstag habe ich von meiner lieben Anja einen Startplatz für den Herbstlauf in Bad Krozingen geschenkt bekommen. Das war eine super Idee und noch dazu unser erster gemeinsamer Wettkampf und der Test für 2017, wo wir beide gemeinsam am Schluchsee laufen wollen. 🙂 Es war geplant gemeinsam zu laufen, von Anfang bis zum Ende und nachdem Anja mit einem doch sehr schneller Tempo gestartet ist, haben wir das auch durchgezogen. Ich hätte sie zum Schluss auch ins Ziel getragen. Aber wir sind beide mit einem Lächeln und einer Zeit von 59:59 min ins Ziel gelaufen.

Tja und dann war das Jahr schon fast vorbei, fehlte nur noch der letzte, alles entscheidende Lauf in Britzingen am Silvestertag. 2015 bin ich hier das erste Mal mit dem Team gestartet, habe gedacht… Ich schau mir das mal an, so im Team zu starten kenne ich ja gar nicht. Mit der Zeit habe ich sie alle liebgewonnen, wir haben immer mega Spaß und ich weiß, ich gehöre dazu und es ist einfach toll wenn im Ziel jemand auf Dich wartet, dich anfeuert, gedanklich bei dir ist und auch die Tränen mit dir trocknet und naja, der Whiskey schmeckt auch! 🙂

2016 in Britzingen war das Wetter nicht so toll wie 2015, trotzdem war ich guter Hoffnung eine gute Zeit abzugeben, galt es doch diese eine einzige letzte Zeit noch zu verbessern. Leider hat es um 29 Sekunden nicht geklappt. Mhhhhh, ärgert mich schon sehr, hab es mir aber nicht anmerken lassen und 29 Sekunden sind ja nicht die Welt.

So sind also meine knapp 3000 Lauf-Kilometer entstanden, in 306 Einheiten in 365 Tagen. Dazu kommen noch knapp 300 km auf dem Mountainbike, einige Kilometer auf dem Indoor-Spinningbike (da zählt meine Polar leider keine Kilometer mit), Wander- und Nordic Walking-Kilometer und natürlich nicht zu vergessen jede Woche mindestens 1x Schwimmtraining, bei dem wir auch etliche Kilometer gezogen haben, die leider auch nicht über die Uhr gezählt werden.

Jetzt fragt sich vielleicht der eine oder andere noch, wie viel Geld ich denn für Schuhe, Klamotten und Wettkämpfe ausgegeben habe. Ehrlich: KEINE AHNUNG und auch wenn ich keine Millionärin bin und auch keinen Sponsor habe (noch nicht, vielleicht findet sich ja mal einer 🙂 ) oder das Geld zum Fenster rauswerfen kann, gebe ich für mein Hobby gern das Geld aus. Die Schuhe sind fürs Laufen das wichtigste und daran sollte man nie sparen. Gute Laufklamotten kann man auch günstig im Outlett kaufen und das Geld für die Wettkämpfe ist zwar ne Menge auf ein Jahr gerechnet, aber man bekommt ja auch was dafür geboten.

Eines noch zum Schluss: Dieses Jahr bin ich zusammen mit dem Team ALLE Läufe des Markgräfler Cups gelaufen und ich denke ich spreche für alle, wenn ich sage: Es waren immer tolle Läufe, mit einer super Organisation, mit tollen Leuten die wir kennengelernt haben, es gab immer ein schönes Ambiente und alles rund herum hat immer klasse geklappt, von der Streckensperrung bis zur Siegerehrung, Tombola und Kuchenbuffet!!! Da waren die Startgebühren nie zu hochgegriffen.

Es gibt ganz sicher den bzw. die einen oder anderen die finden ich habe eine Meise, die meinen ganzen Hype über das Laufen, den Sport, die Ernährungsumstellung und Trainingspläne usw. usw. total krank und bescheuert finden.
Naja, macht mir nichts, es müssen nicht alle gut finden was ich mache. Hauptsache mir macht es Spaß und ich habe Freude an dem was ich tue. Mit Freude geht nämlich vieles leichter! 🙂

Und jetzt WÜNSCHE ICH ALL MEINEN FREUNDEN, BEKANNTEN UND „FANS“ und allen anderen, ein erfolgreiches Jahr 2017 und möge alles, was ihr euch vorgenommen habt, in Erfüllung gehen.

Vielleicht sehen wir uns mal auf dem einen oder anderen Wettkampf oder mal so…

Grüße
Tanja

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2 Gedanken zu „Einmal von Neuenburg nach… und zurück in 365 Tagen!

  1. Hey Tanja, du Held, ich finde es wirklich grandios, mit wieviel Ehrgeiz und Disziplin du das alles durchziehst, dir gebührt meiner ganzer Respekt!!! Hätte ich auch nur ein Bruchteil von dem, wäre ich bestimmt schon ein bisschen weiter 😉
    Du bist ein toller Mensch und ich bin froh, dass du in mein Leben getreten bist.
    Ich wünsche dir, dass all deine Ziele und Träume in Erfüllung gehen!!!!
    Auf 2017!!!!!

    • Hey Alex … danke für deine lieben Zeilen und ich bin auch echt froh Dich zu kennen. Du hast irgendwie immer so gute Laune und das steckt an. (: Das was du in deinem Leben schon erlebt hast, hat dich geprägt und trotzdem hast du nie aufgegeben und schon so viel erreicht. Hut ab! Und 2017 greifen wir wieder an und haben mit Spaß, viel Spaß beim laufen und allem was wir gemeinsam machen.
      Ich freu mich drauf!

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